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Glutamate metabolism in Bacillus subtilis: control of glutamate biosynthesis and evolutionary potential of an alternative route for ammonium assimilation

Glutamat ist der wichtigste Aminogruppendonor in allen lebenden Zellen. Bisher wurden zwei Wege für die Glutamatbiosynthese als physiologisch relevant beschrieben: (i) der ATP-unabhängige Glutamat-Dehydrogenase (GDH)-Weg und (ii), der ATP-abhängige Glutaminsynthetase (GS)/Glutamatsynthase (GOGAT)-Zyklus. Das Gram-positive Modellbakterium Bacillus subtilis nutzt den GS/GOGAT-Zyklus für die Glutamat-Biosynthese, da die GDHs GudB und RocG in vivo ausschließlich katabol aktiv sind. Angesichts der Bedeutung von Glutamat für den Grundstoffwechsel der Zelle, sind die Gene, die für die Schlüsselenzyme des Glutamat-Stoffwechsel kodieren, sehr präzise reguliert. Während des Wachstums von B. subtilis mit Glukose und Ammonium als Kohlenstoff- bzw. Stickstoffquelle, aktiviert das DNA-bindende Protein GltC die Transkription der gltAB-GOGAT-Gene, um den Bedarf der Zelle an Glutamat zu decken. Bei erhöhten zellulären Glutamat-Konzentrationen binden die GDHs an GltC und verhindern die Synthese der GOGAT. Obwohl wichtige Aspekte des Glutamat-Stoffwechsel in B. subtilis untersucht wurden, so ist es unklar, wie die katabol aktiven GDHs die DNA-Bindungsaktivität von GltC kontrollieren. Durch genetische und biochemische Ansätze in Kombination mit Strukturanalysen möchten wir untersuchen, wie die GDHs den Transkriptionsaktivator GltC in einen Repressor der gltAB-Gene umwandeln. Darüber hinaus möchten wir untersuchen, ob ein alternativer Weg für die de novo-Synthese von Glutamat in B. subtilis reguliert werden muss, um den nativen GS/GOGAT-Zyklus vollständig ersetzen kann.

Laufzeit
01.08.2025 30.07.2028
Projektbeteiligte
  • Prof. Dr. Fabian Commichau (Projektleitung)
    Fg. Molekulare Mikrobiologie (190h)
Sprache
englisch
Fachgebiet
Mikrobiologie
Mittel