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Erbsen in der Fütterung von Schweinen: Einfluss von fermentierbaren Kohlenhydraten, bakterieller Fermentation und Enzymzusätzen auf Nährstoffverdaulichkeit und Mikrobiota

Um die Einsatzwürdigkeit von Erbsen in der Fütterung zu steigern und damit die Verwendung von Sojaextraktionsschrot zu reduzieren ist es notwendig, dass der Energiewert und die Aminosäureverdaulichkeit von Erbsen genau bekannt sind. Von besonderer Bedeutung sind antinutritive Inhaltsstoffe, wie Trypsin-Inhibitoren, Nicht-Stärke-Polysaccharide und Phytat, die die Verdaulichkeit der Nährstoffe von Erbsen beim Schwein reduzieren können. Prozesstechniken, wie beispielsweise die Sauerteigfermentation, reduzieren den pH-Wert und aktivieren somit im Futtermittel vorhandene Enzyme, die zur Hydrolyse des Phytats und/oder von Nicht-Stärke-Polysacchariden führen und damit zur Steigerung der Nährstoffverdaulichkeit beim Schwein beitragen können. Der zusätzliche Einsatz von exogenen Carbohydrasen während des Fermentationsprozesses könnte eine zusätzliche Steigerung der Nährstoffverdaulichkeit der Erbse bewirken, indem Nicht-Stärke-Polysaccharide weiter abgebaut werden. Des Weiteren können die generierten Daten zur Fermentation von Kohlenhydraten und der Einsatz von probiotischen Bakterien zur Fermentation einen Beitrag zur Verbesserung der Tiergesundheit leisten. Ziel dieser Untersuchung ist es daher, in Erbsensorten mit unterschiedlicher Nährstoffzusammensetzung 1.) die in vitro-Verdaulichkeit und Fermentation von Rohprotein und Aminosäuren zu bestimmen und 2.) Verdaulichkeitswerte für Rohprotein, Aminosäuren und Kohlenhydrate mit ileumfistulierten Schweinen zu bestimmen. Ein weiteres Ziel ist es, 3.) die Verdaulichkeiten von Rohprotein, Aminosäuren und Kohlenhydrate mit ileumfistulierten Mastschweinen zu ermitteln, die mit einer hoch fermentierbaren Erbsensorte – angesäuert oder bakteriell fermentiert ohne und mit exogenen Carbohydrasen – gefüttert werden. Zusätzlich werden 4.) Aktivitätsmessungen von Verdauungsenzymen und 5.) Veränderungen des intestinalen und des fäkalen Mikrobioms in Abhängigkeit von der Erbsenration bestimmt. Somit können die Wirkungen der Fütterungs- und Behandlungsmaßnahme auf die Verdaulichkeiten und die Mikrobiota des Verdauungstraktes der Schweine verzahnt bewertet werden.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der BMEL Eiweißpflanzenstrategie.

Laufzeit
01.07.2023 30.06.2026
Sprache
deutsch
Fachgebiet
Tierernährung, allg. Landwirtschaftslehre, Verhaltenskunde
Mittel